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Im Internet zum neuen Job – Online-Bewerbung Tipps

Wenn bewerben – dann online: Rund 94 Prozent der Unternehmen schreiben offene Stellen im Internet aus. Umgekehrt hat sich knapp ein Fünftel aller Internetnutzer im erwerbsfähigen Alter bereits online beworben. Besonders hoch ist der Anteil bei den 30- bis 49-Jährigen, von denen sich ein Viertel per Internet für eine Stelle beworben hat, so das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage des Branchenverbands BITKOM unter 1000 Deutschen ab 14 Jahren. Lediglich bei den älteren Arbeitnehmern ab 50 sinkt die Quote der Web-Bewerber auf 5 Prozent.

Die meisten Stelleninteressenten schicken ihre Bewerbungsunterlagen per E-Mail – nahezu drei Viertel aller Online-Bewerbungen erfolgen auf diesem Weg. Ein Viertel der Bewerber hat dagegen ein Online-Formular des potenziellen Arbeitgebers genutzt. Was es dabei im Einzelnen zu beachten gilt, habe ich hier kompakt zusammengestellt, in den…

5 Regeln für die Online-Bewerbung

 

  • Vorbereitend. Bevor Sie mit der Bewerbung loslegen, sollten Sie zunächst alle relevanten Informationen über das Zielunternehmen und den anvisierten Job recherchieren, zum Beispiel auf der Firmenhomepage. Sollten dabei wichtige Fragen entstehen oder offen bleiben, dürfen Sie ruhig in der Personalabteilung anrufen und nachfragen. Allerdings bitte nur gezielt, knapp und konkret. Das zeichnet Sie als zielstrebig aus. Bei der Gelegenheit können Sie freilich auch gleich nach dem richtigen Ansprechpartner für die E-Mail-Bewerbung und dessen Adresse fragen. Und bitte verschicken Sie jede Bewerbung einzeln und individuell. Serienmails sind ein absolutes No-Go.
  • Formal. Falls das Unternehmen für die Online-Bewerbung ein spezielles Formular auf dessen Homepage anbietet, sollten Sie das auch nutzen – und zwar alle Felder und möglichst ausführlich. Um Tippfehler zu vermeiden und besser zu wirken, sollten Sie die entsprechenden Textbausteine bereits in Ruhe und offline vorformulieren. Es schadet auch nicht, diese von einem Freund oder Profi gegenlesen zu lassen. Achtung übrigens bei Sonderzeichen! Das Euro-Symbol kann etwa bei Gehaltsvorstellungen zu unfreiwilliger Verwirrung führen, wenn die Programmversion des Empfängers ein anderes Zeichen daraus macht. Besser gleich EUR schreiben. Ebenso sollten Sie formatierte Dateien, wie Ihren Lebenslauf oder eingescannte Zeugnisse bereithalten. Das gilt freilich auch für die Variante, dass Sie Ihre Bewerbung per E-Mail verschicken und diese Dokumente anhängen. Achtung: Überfrachten Sie die E-Mail nicht. In den meisten Fällen dient eher dazu, auf die Bewerbung Leselust zu machen und die entsprechenden Anhänge – auch das Anschreiben – hinzuweisen. Und wählen Sie als Absender bitte unbedingt (!) eine neutrale E-Mail-Adresse, also nicht HotGirl69@hotmail.com, sondern Vorname.Nachname@Provider.de.
  • Gestalterisch. Insbesondere bei E-Mail-Bewerbungen kommt der Betreffzeile besondere Bedeutung zu: Sie ist das Entree zur Ihrer Bewerbung und vermittelt gleich einen ersten (und wichtigen) Eindruck beim Arbeitgeber in spe. Falls Sie sich auf eine konkrete Stellenanzeige bewerben, sollte der Betreff das Wort „Bewerbung“, den Job, auf den Sie sich bewerben sowie (falls vorhanden) die Kennziffer der Stellenanzeige enthalten. Das erleichtert der Personalabteilung Ihre Bewerbung sofort zuzuordnen. Bei sogenannten Blindbewerbungen sollte ebenfalls der Begriff „Bewerbung“ fallen, gefolgt von einer persönlichen Anrede und einem Slogan. Reizwörter erhöhen die Chance, Interesse zu wecken und gelesen zu werden. Also nicht “Bewerbung für einen Job”, sondern konkret: „Meine Bewerbung als Vertriebsleiter / Ihre Anzeige“. Überdies gilt: Halten Sie sich mit Formatierungs-Brimborium zurück. Ständig wechselnde Schriften (Fonts, fett, kursiv) oder Hintergründe sehen irgendwann nicht mehr interessant, sondern kitschig, verspielt und unseriös aus. Schlichte Eleganz kommt besser an. Die E-Mail selbst sollte zudem mit einer Signatur enden, die Ihren vollständigen Namen, Ihre Adresse, Ihre Telefonnummer(n) und vielleicht auch einen Link zu Ihrer Homepage oder zu Ihrem Online-Netzwerk-Account enthält. Und ganz wichtig: Auch wenn es sich um eine E-Mail oder ein Online-Formular handelt: ein lockerer Jargon ist tabu.
  • Anlagen. Achtung: Fügen Sie Ihrer Online-Bewerbung weder zu viele noch zu große Anhänge bei. Die ganze Bewerbung könnte sonst im Spam-Ordner landen. Bei der ersten Bewerbung erwarten Arbeitgeber ein Anschreiben, Lebenslauf, die wichtigsten Zeugnisse sowie manchmal auch Arbeitsproben. Das Bewerbungsfoto sollte Sie lieber im Lebenslauf integrieren. Und alle Dateien zusammen sollten nicht größer als vier Megabyte sein sowie sinnvoll und eindeutig benannt werden. Also nicht nur „Lebenslauf.doc“, sondern besser „Lebenslauf_Susanne_Mustermann.doc“. Noch besser ist, Sie speichern Ihre Anhänge stets im PDF-Format ab, dabei gehen keine Formatierungen verloren. Und ganz wichtig: Wenn Sie angefügte Unterlagen ankündigen, vergewissern Sie sich vor dem Abschicken, dass diese auch wirklich vom E-Mail-Programm hochgeladen wurden. Ein vergessener Anhang wirkt wie eine erste Schlampigkeit und wirft kein gutes Licht auf die Qualität Ihrer Arbeit.
  • Homepage. Es gilt inzwischen als modern, einen Link zu einer eigenen Bewerbungs-Homepage mitzuschicken. Ich bin da eher skeptisch. Erstens, weil diese nie eine akkurate und vollständige Bewerbung ersetzen darf (und kann); zweitens, weil sie nur selten ergänzende Informationen bietet. Wenn überhaupt, sollten Sie eher den Link zu Ihrem Blog angeben, das Sie als Branchenexperten oder vernetzten Kommunikator ausweist. Ein Bewerberprofil lediglich im Internet zu hinterlegen, halte ich für überflüssigen und effektheischenden Schnickschnack.

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